Artikel vom 05.11.2012, Druckdatum 15.11.2024 | |
Intersolar Europe 2013 wirft ihr Licht voraus Die etablierten Märkte für Photovoltaik und sonstige Erneuerbare Energien - wie Deutschland, Italien oder Frankreich - befinden sich wegen veränderter politischer und ökonomischer Rahmenbedingungen im Umbruch. Unabhängig davon machen Marktforschungsunternehmen wie IMS Research (UK) positive Nachfrageimpulse in bis zu 60 Ländern der Welt aus. Wie die Unternehmen der Industrie diese Potenziale in Zukunft nutzen können ist eines der Themen der Intersolar Europe 2013 und der begleitenden Intersolar Europe Conference. Stromspeicherung und Netzintegration - beide Schwerpunktthemen werden in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle für die Umsetzung der Energiewende und den Umbau der Energiesysteme spielen. Daher planen die Veranstalter der Intersolar Europe 2013 erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich „Energiespeicher“. Ein weiteres wichtiges Thema soll 2013 die Erschließung und Vernetzung neuer Wachstumsmärkte für die Solartechnik und vor allem die Photovoltaik sein. Innovative und preiswerte Stromspeicher spielen beim Umbau der Stromversorgung eine wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe kann der erzeugte Solarstrom zwischengespeichert und in weniger ertragreichen Zeiten verbraucht werden, was wiederum zur Stabilisierung der Stromnetze beiträgt. Das gilt nicht nur für die Stromerzeugung und den Verbrauch im industriellen Maßstab. Auch Endkundinnen und -kunden sind immer mehr daran interessiert, größere Teile des eigenen Solarstroms selbst zu verbrauchen, anstatt diesen in die Netze einzuspeisen. Die aktuelle Studie „Endcustomers in Focus“ von EuPD Research (Bonn) bestätigt den Trend: 88 Prozent der befragten Endkundinnen und -kunden, die im Jahr 2012 eine Photovoltaik Anlage installiert haben oder noch installieren wollen, gaben an, dass sie die Installation eines Stromspeichers erwägen. Dabei nehmen die Verbraucherinnen und Verbraucher auch in Kauf, dass die Renditen wegen der zusätzlichen Investitionskosten geringer ausfallen. Vielen ist vor allem die größere Unabhängigkeit von ihren Stromanbietern wichtig. Trotz der positiven Signale aus dem Markt fordern viele Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Verbänden zusätzliche Marktanreizprogramme - schließlich gibt es auch von Seiten des Bundesumweltministeriums immer wieder Signale, Stromspeichertechnologien voranzutreiben. Einig sind sich Industrie und Verbände aber auch darüber, dass eine Überregulierung vermieden werden muss, um eine nachhaltige und stabile Marktentwicklung zu gewährleisten. Zur Diskussion des Themas lud EuPD Research gemeinsam mit der Intersolar Europe als Co-Initiator am 10. Oktober 2012 zum ersten „Storage & Solar Briefing“ nach Stuttgart. Im Fokus standen die technische und wirtschaftliche Machbarkeit und die Notwendigkeit von Förderungen für Solarspeicher. Dabei plädierte Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar, Berlin), mit Nachdruck für eine verbindliche politische Unterstützung im Rahmen eines Förderprogramms. Wichtig sei eine verlässliche Förderung mindestens über die nächsten vier Jahre, um die Entwicklungen nachhaltig voranzutreiben, so Mayer. Auch für 2012 erwarten Unternehmen sowie Analyst/innen ein weiteres Wachstum des internationalen Photovoltaik Marktes. Unabhängig von den etablierten Märkten, die sich wegen veränderter Rahmenbedingungen vielfach im Umbruch befinden, sehen Marktforscher/innen deutliche positive Nachfrageimpulse in bis zu 60 Ländern weltweit. Vor allem sinkende Anlagenpreise sorgen dafür, dass immer mehr neue, mittelgroße Photovoltaik Märkte entstehen. Laut IMS Research (UK) werden dieses Jahr 23 Länder jeweils mehr als 100 Megawatt (MW) an neuen Photovoltaik Kapazitäten zubauen. 2011 waren es noch 17 Länder. Die stärkere Diversifizierung der Märkte wird langfristig zu einer größeren Stabilität der Branche führen, da die Entwicklung nicht mehr von der Förderpolitik einzelner Länder abhängig sein wird. Für 2012 rechnet IMS Research mit einem weltweiten Photovoltaik Zubau zwischen 27 und 32 Gigawatt. Neben China und Indien werden vor allem Japan und Südamerika sowie viele Staaten des Nahen und Mittleren Ostens zeitnah ihre Photovoltaik Kapazitäten ausbauen. Um die Vernetzung der internationalen Industrie weiter voranzutreiben und den Unternehmen damit den Zugang zu neuen geographischen Märkten zu ermöglichen, wird neben der Messe selbst auch die Intersolar Europe Conference 2013 verstärkt über neue Märkte und Marktzugänge informieren und führende Expertinnen und Experten aus den wichtigsten Wachstumsmärkten nach München bringen. 66.000 Besucherinnen und Besucher aus 160 Ländern und 1.909 Ausstellerinnen und Aussteller aus 49 Ländern - das ist das Fazit der Intersolar Europe 2012. Damit war die Messe in diesem Jahr internationaler als je zuvor. Parallel besuchten 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 68 Ländern die begleitende Intersolar Europe Conference und ihre „Side Events“. Großen Anklang fanden nach Angaben des Veranstalters vor allem die zentralen Themen Stromspeicherung und Netzintegration, die unter anderem im Rahmen der Sonderschau PV ENERGY WORLD beleuchtet wurden. Insgesamt 140 internationale Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten in diesem Segment die neuesten Lösungen und Produkte. Die Intersolar Europe 2013 findet vom 19. bis 21. Juni auf der Messe München statt. Weitere Informationen zur Intersolar Europe finden Sie unter www.intersolar.de Quelle: Solar Promotion GmbH |